FuFuTAB-5

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Das Truppenteil am 01.12.1986
Bezeichnung Funk - und Funktechnisches Aufklärungsbataillon-5
(FuFuTAB-5)
Traditionsname
Standort Schwerin
Unterstellung NVA . MfNV .. Kdo. LaSK ... MB V
Tarnname Lebensjahr
Postfach 81508
Koordinaten 53°38'15 N / 11°25'37 E
Adresse (DDR) Stellingstr.5 , 2751 SCHWERIN


Seite über das FuFuTAB

Letzter Appell des FuFuTAB
Letzter Appell des FuFuTAB
  • Bezeichnung: Funk - und Funktechnisches Aufklärungsbataillon-5
  • Ehrenname: beantragt aber nicht mehr vergeben worden "Max Christiansen Clausen"
  • Standort: Schwerin/Hagenow dann Glöwen
  • aufgestellt: 01.12.1986
  • aufgelöst: 02.10.1990

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Die Geschichte des FuFuTAB-5 ist eine nicht sehr lange. Ursprünglich als Aufklärungsbataillon-5 aufzustellen wurde plötzlich dieser, selbst in der Abkürzungsform (FuFuTAB-5 manche sprache gar vom FuFuTAklB-5) noch ungewöhnlich, lange Name. Diesem Bataillon gingen selbstständige Kompanien des Militärbezirkes voraus. Diese Kompanien waren:

  • Spezialaufklärungskompanie 5 in Hagenow
  • Funkaufklärungskompanie KW 5 in Schwerin
  • Funktechnische Aufkärungskompanie 5 in Schwerin
  • Führungsstelle des Chef Aufklärung 5 in Schwerin (eine reine Nachrichtenkompanie)


Aus diesen 4 Kompanien und weiteren aufzustellenden Strukturelementen wurde zum 01.09.1986 das Funk und Funktechnische Aufklärungsbataillon-5 in Schwerin gebildet. Die Strukturelemente des Bataillons waren nunmehr:

  • Führungsorgan
  • Auswerte und Informationszentrum
  • Nachrichtenkompanie
  • Führungsstelle des Chef Aufklärung
  • Funkaufklärungskompanie
  • Funktechnische Aufklärungskompanie
  • Spezialaufklärungskompanie
  • Zug Materielle Sicherstellung
  • Instandsetzungzug

Da aus diesem Truppenteil im Soll II zwei Truppenteile entstehen sollten, ursprünglich das Funk-und Funktechnische Aufklärungsregiment-5 (FuFuTAR-5) und das Spezialaufklärungsbataillon-5 (SAB-5) wurden in Schwerin und Hagenow, später auch in Glöwen, zwei Empfangspunkte (EMP) für Reservisten eingerichtet. Die organisatorischen Vorbereitungen zur Aufstellung des SAB-5 wurden auch mehrfach real, jedoch ohne Einberufung von Reservisten überprüft. Wegen fehlender technischer Voraussetzungen wurde die Aufstellung des FuFuTAR-5 im Soll II und perspektivisch im Soll I zunächst zurückgestellt. Die Aufstellung des Spezialaufklärungsbataillon wäre innerhalb von 12 Stunden abzuschließen gewesen!

Das FuFuTAB-5 meldete am 30.11.1986 den Abschluß der Aufstellung und die Gefechtsbereitschaft an den Chef des Militärbezirkes V. Der Inhalt dieser Meldung wurde durch das Kommado des Militärbezirkes überprüft und im Ergebnis dieser Überprüfung dem Truppenteil am 01.12.1986 feierlich die Truppenfahne verliehen.

Von Beginn an waren Einheiten des Truppenteils im ständigen Diensthabenden System (DHS) der funkelektronischen Aufklärung der NVA integriert. Eine besondere und dauerhafte Belastung für die Einheiten und ein Erschwernis bei der Durchführung einer planmäßigen Gefechtsausbildung der Einheiten. Über dieses DHS war die ständige Bereitschaft beizubehalten, jederzeit dieses System des DHS auszuweiten. Im Truppenteil waren dazu bei Erhalt des Signals "POSTPAKET" vorher aufgeklärte und vorbereitete Entfaltungsräume zu beziehen und aus diesen im verstärkten Bestand die Aufklärung zu organiseren und zu führen. Mehrmals im Jahr wurde dies trainiert bzw. Realität. Das Bataillon war verantwortlich für die ständige und ununterbrochene Aufklärung im Abschnitt links - GARDELEGEN - MÜNSTER - ZWOLLE (NL) und rechts DASSOW - KOPENHAGEN - SKAGEN. Das Auswertezentrum hatte dazu ständig die Gegnerlage im befohlenen Abschnitt zu führen und darzustellen. Dazu gab es eine tägliche Lagemeldung. Mindestens einmal pro Woche, war dem Stellvertreter des Chefs des MB und Chef des Stabes ein entsprechender Aufklärungsbericht zu übergeben. Bei bestimmten Lagen galten auch durchaus andere Zyklen der Aufklärungsmeldungen an den Vorgesetzten. Gleichlaufend bestanden auch ständige Verbindungen und Informations- und Meldungsaustausch zum FuAR-2 (ZFD) und zu den an der Staatsgrenze eingesetzten Funk- und funktechnischen Aufklärungskompanien der Divisionen des MB-V im Rahmen des DHS.


Die Einheiten des Truppenteils nahmen an zahlreichen Übungen anderer Truppenteile und Verbände des Militärbezirkes V teil und führten auch eigene spezialtaktische Übungen durch. So z.B. an den Divisionsübungen "LAWINE" (1.MSD); "UDAR" (9.PD) oder der 8.MSD aber auch als Gegner bei spezialtaktischen Übungen der 5.RBr, des JBG-77 und des MFG-28 und des KHG-5 oder anderer Truppenteile und Einheiten des MB. Die SAklK nahm an einer Erprobungsübung im Süden der DDR teil, bei der sie überdurchschnittlich gute Ergebnisse erzielte. Der betreffende Übungsraum erstreckte sich dabei über den gesamten Disloziierungsraum des MB III. Also in der ost-west Ausdehnung von der Staatsgrenze DDR/BRD bis zur Staatsgtrenze DDR/VR Polen und nord-süd Ausdehnung von der Höhe Harz bis zum Thüringer Wald bzw vom Leipziger Becken bis zum Erzgebirge.

Im Ergebnis der Tätigkeit der Angehörigen des Truppenteils konnten alleine im AJ 1988 Aufklärungsergebnisse von 51 Kommandostabsübungen und taktische Übungen und 105 Ausbildungsmaßnahmen der NATO Streitkräfte im Aufklärungsabschnitt eingebracht werden. Diese Arbeit wurde u.a. dreimal die Einschätzung "Wertvoll" der Verwaltung bzw. des Bereiches Aufklärung honoriert. Dies war im Prinzip die höchste Stufe der Wertschätzung, die ein Aufklärungsergebnis erbringen konnte ohne dafür fremdes Territorium betreten zu müssen. So waren es auch die Aufklärer des FuFuTAB-5, die im Juni 1989 dem Chef MB-V Tonbandaufzeichnungen mit Originalmitschnitten des Bundeswehrfun kverkehrs zu übergeben aus denen hervorging, das man in Munster oder Bergen-Hohne auch zu dieser Zeit noch fleißig und unbeirrt den Kampf mit dem Osten trainierte. Zielansprachen auf mit orginalen NVA-Namen bedachten Zielen bzw NVA-Einheitsbezeichnungen als ausgemachter Gegner sprache nnicht unbedingt auf eine intensive Vorbereitung einer Vereinigung in wenigen Wochen. Diese Ergebnisse waren an das MfNV zu übergeben. Das Ergebnis war der Befehl, zur sofortigen Einstellung der Aufklärung Richtung Westen.

1989 mußte das komplette Truppenteil mit Mann und Maus aus Schwerin, einer Bezirksstadt mit damals 135.000 Einwohnern nach Glöwen, einem Dorf mit ungefähr 300 Einwohnern (ohne Militär) verlegen. Diese Verlegung erfolgte im Verlaufe des Monats Juli. Anfang September, also nur 6 Wochen später, hatte sich das FuFTAB-5 einer Inspektion durch das MfNV zu stellen. Im Ergebnis erhielt das Truppenteil die Einschätzung "Gefechtsbereit" und die Gesamtnote "Gut".

Das FuFuTAB-5 wurde zweimal als "Bester Truppenteil" ausgezeichnet.

Am 02.10.1990 wurde das FuFuTAB als TT der NVA aufgelöst.


Kommandeure

  • 01.09.1986 - 02.10.1990 Major Heyde Klaus (1988 Oberstltn.)


Standorte

  • 01.09.1986 - 30.07.1989 Schwerin Stellingstraße
  • 01.08.1989 - 02.10.1990 Glöwen


Ausrüstung

Die Ausrüstung war auf Grund des weitgefächerten Einsatzspektrums der Einheiten auch sehr umfangreich und speziell

(Ergänzung folgt später)

Bild: FuAGS 1 (KW).jpg

Persönliche Werkzeuge